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Insights

European Accessibility Act 2025: Was Unternehmen jetzt machen müssen.

Datum
29.10.2024
Autor
Marco SchärMarco Schär
Lesezeit
3 min
Aktionen
Perspektivischer Accessibility-Audit mit Fokuspfad, priorisierten Fehlern und korrigiertem UI-Zustand
InhaltNoch ca. 3 Min.
Seit dem 28. Juni 2025 gilt der European Accessibility Act für ausgewählte Produkte und Services, darunter E-Commerce, Bankdienstleistungen, E-Books und bestimmte digitale Angebote im Personenverkehr. Nicht jedes Unternehmen und nicht jede Website fällt automatisch darunter. Der konkrete Anwendungsbereich, die nationale Umsetzung und mögliche Ausnahmen müssen im Einzelfall geprüft werden. Ausnahmen betreffen etwa bestimmte Kleinstunternehmen im Dienstleistungsbereich. Unabhängig von der Rechtspflicht verbessert Accessibility digitale Produkte für mehr Menschen.

Was bedeuten die neuen Richtlinien?

Der EAA betrifft bestimmte Produkte und Dienstleistungen. Ob dein Angebot darunterfällt, hängt vom Anwendungsbereich, der nationalen Umsetzung und möglichen Ausnahmen ab.
  • Klare Navigation und Benutzerführung:Websites müssen so strukturiert sein, dass sich Nutzer leicht orientieren und auf alle Inhalte zugreifen können, unabhängig von ihrer technischen Ausstattung oder ihren Fähigkeiten.
  • Barrierefreie Inhalte:Texte, Bilder und Videos müssen barrierefrei gestaltet sein. Dazu gehören beschreibende Alt-Texte für Bilder, Untertitel für Videos und eine klare, leicht verständliche Sprache.
  • Kompatibilität mit Hilfstechnologien:Websites müssen mit Screenreadern und anderen Hilfsmitteln kompatibel sein, damit Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen die Inhalte konsumieren können.
  • Technische Anforderungen klären:Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) sind ein wichtiger technischer Massstab für zugängliche Webinhalte. Welche gesetzlichen Anforderungen und weiteren Standards gelten, muss für das konkrete Angebot geprüft werden.

Warum sind barrierefreie Websites generell sinnvoll?

Barrieren abzubauen lohnt sich auch unabhängig von gesetzlichen Vorgaben. Verständliche Texte, gut bedienbare Formulare und die Unterstützung von Hilfstechnologien helfen mehr Menschen, eine Website zu nutzen. Das kann die Reichweite und die Zufriedenheit verbessern. Ob sich auch Conversion oder Kundenbindung verändern, muss für das jeweilige Angebot gemessen werden.

Was müssen Unternehmen tun, um die Richtlinien zu erfüllen?

  1. Bestandsaufnahme und Analyse:Überprüfe deine aktuelle Website auf Barrierefreiheit. Lass eine Analyse durchführen, um Schwachstellen zu identifizieren und zu verstehen, wo Handlungsbedarf besteht.
  2. Konzeptentwicklung und Redesign:Entwickle ein Konzept, das auf die neuen Richtlinien ausgerichtet ist. Das bedeutet, bestehende Inhalte zu überarbeiten, technische Anpassungen vorzunehmen und die Benutzerführung zu optimieren.
  3. Testing und Validierung:Prüfe mit automatisierten und manuellen Tests, wie gut deine Website mit Hilfstechnologien funktioniert und welche Anforderungen aus dem für dich geltenden Rahmen noch offen sind. Tests mit Menschen, die Assistive Technologien nutzen, ergänzen die technische Prüfung.
  4. Regelmässige Wartung und Updates:Barrierefreiheit ist kein einmaliges Projekt. Plane regelmässige Überprüfungen ein, damit neue Inhalte, Funktionen und Änderungen an den relevanten Standards berücksichtigt werden.

Wie wir dich bei barrierefreier Gestaltung unterstützen

Wir berücksichtigen unterschiedliche Voraussetzungen bei der Nutzung, etwa eingeschränktes Sehvermögen, die Bedienung per Tastatur oder die Nutzung eines Screenreaders. Daraus entstehen konkrete Anforderungen an Inhalte, Gestaltung und Interaktion.
Wir berücksichtigen Barrierefreiheit in Konzept und Gestaltung und prüfen relevante Anforderungen während der Umsetzung.
Wir prüfen relevante Barrieren in Nutzerführung, Gestaltung und Bedienung und priorisieren die Verbesserungen. Den Umfang einer formalen technischen Prüfung und die dafür geltenden Standards vereinbaren wir separat.
  • Erfahrung und Expertise:Wir bringen unsere Erfahrung aus UX und Interface Design ein und arbeiten mit deinem Team an verständlichen, zugänglichen Abläufen. Offene technische Fragen und Verantwortlichkeiten machen wir sichtbar.
  • Effiziente Umsetzung:Wir übersetzen die priorisierten Befunde in konkrete Aufgaben und begleiten die vereinbarten Schritte von der Analyse bis zur Überprüfung.
  • Verbesserungen nach Bedarf priorisieren:Wir prüfen, welche Barrieren deine Anwendung enthält und welche Anpassungen zuerst sinnvoll sind.
  • Langfristige Partnerschaft:Barrierefreiheit braucht auch nach der Umsetzung Aufmerksamkeit. Wir können neue Inhalte und Funktionen mit deinem Team prüfen und Verbesserungen begleiten. Umfang und Rhythmus vereinbaren wir passend zu deinem Vorhaben.

Barrieren gezielt abbauen

Die neuen EU-Barrierefreiheitsanforderungen sind eine Chance, digitale Angebote verständlicher und robuster zu gestalten. minddraft unterstützt dich dabei, den relevanten Rahmen zu klären, Barrieren systematisch zu prüfen und sinnvolle Verbesserungen schrittweise umzusetzen.
Lass uns klären, wo deine Anwendung heute steht und welche Verbesserungen als Nächstes sinnvoll sind.

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